Fördermittel & Gewerbe & Dispo

2008 wurden z.B. wieder über 145 Mrd. Euro Fördermittel an Unternehmen ausgezahlt. (Beschreibungen s.u.) Diese Fördermittel sind in über 1.230 Richtlinien (Gesetzestexten) „versteckt“ und stellen über 3.200 Förderprogramme dar.

Genau hierin liegt das Problem für den Unternehmer: Es gibt so viele Förderprogramme, dass man kaum das richtige findet. Dazu kommt, dass die Kenntnis eines Programms nur der erste (sehr kleine) Schritt auf dem Weg zum Geld ist.

Gerne nehmen wir hier eine kostenlose Vorprüfung vor. Bitte reichen sie uns vorab den Basisbogenbogen (unter Formulare) und einen Businessplan/Rentabilitätsvorschau ein. Die ANDEREN Formulare sind NUR WENN ZUTREFFEND auszufüllen. Gerne sind wir Ihnen auch in einem persönlichen Gespräch/Termin behilflich.


Der Zuschuss ist die Förderart, bei der keine Zinsen und keine Tilgung gezahlt wird und der nicht besichert wird. Zuschüsse werden bei den entsprechenden Projektträgern beantragt. Es gibt derzeit rund 830 Zuschussprogramme in Deutschland.

Die Zulage ist dem Zuschuss sehr ähnlich, hat allerdings zusätzlich einen Rechtsanspruch, d. h. die Unternehmer haben ein Recht auf Förderung. Die Zulage kommt derzeit nur in den sogenannten neuen Bundesländern vor und wird über das zuständige Finanzamt beantragt.

Der Eigenkapitalersatz ist ein rückzahlbares Fördermittel und wird den Gesellschaftern oder Inhabern eines Unternehmens direkt geliehen. Der Eigenkapitalersatz wird nicht besichert und kann als Eigenkapital ins Unternehmen eingezahlt werden. Der Eigenkapitalersatz wird beim Förderinstitut über eine Bank beantragt. Die Bank ist nur durchleitend aktiv.

Die öffentliche Beteiligung ist ein rückzahlbares Fördermittel an das Unternehmen und wird nicht besichert. Die Antragstellung erfolgt direkt bei dem Förderinstitut. Eine Bank spielt hierbei keine Rolle.

Das Nachrangdarlehen ist ein rückzahlbares Fördermittel an das Unternehmen und wird nicht besichert. Die Antragstellung erfolgt entweder direkt beim Förderinstitut oder über eine Bank. Die Bank erfüllt hierbei nur eine durchleitende Funktion. In manchen Fällen ist eine Kofinanzierung der abwickelnden Bank vorgesehen.

Das Förderdarlehen mit Haftungsfreistellung ist ein rückzahlbares Fördermittel, das besichert werden muss. Die abwickelnde Bank wird um 40 bis 90 % von der Haftung entlastet. Die Abwicklung erfolgt nur über Banken.

Das Förderdarlehen ist ein rückzahlbares Fördermittel, das besichert werden muss. Das Förderdarlehen ist ein normales Bankdarlehen mit besonderer Refinanzierung. Dadurch kann ein Förderdarlehen günstiger sein, als ein normales Bankdarlehen. Das gilt besonders dann, wenn die Hausbank des Unternehmens selbst ein schlechtes Rating hat und die Gelder schon teuer einkaufen muss.

Die öffentliche Bürgschaft ist ein Sicherheitenersatz und wird bei zu besichernden Finanzierungen eingesetzt. So werden die öffentlichen Bürgschaften zur Besicherungen von Förderdarlehen und von Bankdarlehen eingesetzt. Sie können auch Investoren absichern, die sich beteiligen. Die öffentlichen Bürgschaften bis 300.000 Euro können meist ohne Bank beantragt werden.

Kurzum – nur die Förderdarlehen mit und ohne Haftungsfreistellung müssen eindeutig über die Hausbank beantragt werden. (Auch das weicht gerade auf, da einige Landes-Förder-Institute bei der Absage einer Hausbank die Gelder direkt vergeben.) Zuschüsse, öffentliche Beteiligungen und öffentliche Bürgschaften können ohne Banken gemacht werden.

Nachrangdarlehen und Eigenkapitalersatz werden mit Banken, aber ohne deren Haftung gemacht.