Häufige Fragen

Wie funktioniert eine Fremdwährungsfinanzierung?

Bei einer Fremdwährungsfinanzierung wird ein Kredit in einer Fremdwährung aufgenommen. In Frage kommen dafür zum Beispiel der Schweizer Franken oder der Japanische Yen. Das Darlehen wird in € (oder im Falle eines Fremdwährungsswaps auch in anderen Währungen) zur Finanzierung verwendet.

Zurückgezahlt wird der Kredit in der Währung, in der das Darlehen aufgenommen wurde, so dass zum Rückzahlungszeitpunkt die erforderlichen Devisen gekauft werden müssen. Damit verbunden sind eventuelle Zins- und Kursschwankungen.

Welchen Zinsvorteil und welches Zinsänderungsrisiko habe ich?

Mit einem Fremdwährungsdarlehen versucht man, die geringeren Zinsen gegenüber dem € (oder im Falle eines Fremdwährungsswaps auch in anderen Währungen) zu nutzen, die in den dafür geeigneten Währungen gegeben sind. Die Zinsfeststellung wird an einen Indikator gebunden, meist den LIBOR und in regelmäßigen Abständen, meist 3 Monate, neu festgestellt. Haben sich die Zinsen verändert, verändern sich auch die Zinszahlungen.

Welches Kursänderungsrisiko/Kurschance gibt es?

Da ein Darlehen in einer Fremdwährung aufgenommen wird, muß dieses am Ende der Darlehenslaufzeit in der gewählten Währung zurückgezahlt werden. Daraus resultiert das Risiko, dass sich der Wechselkurs der Fremdwährung zum € während der Finanzierungsdauer zu Ihren Ungunsten verändert hat. In diesem Fall muß ein höherer Kreditbetrag zurückgezahlt werden, als am Beginn aufgenommen wurde. Ebenso besteht die Chance, dass der Wechselkurs sich zu Ihren Gunsten verändert, und weniger zurückzuzahlen ist.

Wie hoch ist das benötigte Eigenkapital?

Bei der klassischen Fremdwährungsfinanzierung nehmen Sie ein Darlehen in Fremdwährung von der entsprechenden Bank auf und sichern dies über eine Grundschuld ab. Dabei sind z.B. beim Kauf eines Objekts 10-30% des Kaufpreises (ohne Nebenkosten) an Eigenmitteln in Form von Barmitteln, Rückkaufwerten von Lebensversicherungen und weiteren Grundschulden aufzubringen. Wertpapierdepots werden häufig nur mit einem Abschlag von 50% als Sicherheiten akzeptiert